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Zimmermann – Handwerker mit Tradition

Der Beruf des Zimmermanns ist ein alter Handwerksberuf. Selbstverständlich steht er heute Frauen und Männern offen. Daher lautet die offizielle Bezeichnung dieses Berufs neuerdings „Zimmerer“. Weibliche Zimmerer werden keineswegs „Zimmerfrauen“, sondern „Zimmerinnen“ genannt.


In Deutschland existiert der Beruf des Zimmermanns oder Zimmerers eigenständig neben anderen Berufen der Holzverarbeitung, wie Schreiner oder Tischler. Dies liegt daran, dass in Deutschland, wie in anderen Ländern Nordeuropas aber im Gegensatz zu Südeuropa, viel Holz in den Bau von Wohnhäusern einfließt. Die Kenntnisse und Fertigkeiten, die für die Verarbeitung von Holz am Bau notwendig sind, unterscheiden sich deutlich von dem, was Tischler und Schreiner können müssen.


Handwerkszeug


Räumliches Vorstellungsvermögen und Augenmaß erleichtern dem Zimmermann die Arbeit. Wissen über Statik und gewissenhaftes Arbeiten mit Lot, Wasserwaage und Winkelmesser sind für die Ausübung des Berufs unentbehrlich. Neben absoluter Schwindelfreiheit, denn ein großer Teil der Tätigkeit spielt sich in beträchtlichen Höhen auf Baugerüsten und Dachebenen ab. Typische Werkzeuge des Zimmerers sind Hammer, Tacker, Nagelschussgerät, Säge, Hobel und Bohrmaschine. Mit diesen werden außer Holz auch andere Werkstoffe bearbeitet. Moderne, elektronisch gesteuerte Werkzeuge haben Eingang in den Zimmermannsberuf gefunden. Trotzdem kann er mit Handwerkzeug ebenso gut umgehen.


Tätigkeitsfeld


Dachstühle, Dachausbau, Fachwerk, Treppen, Holzdecken, Fußböden, Verschalungen, Holzhäuser, Fassadenauskleidung und Innenausbau gehören zum Tätigkeitsfeld des Zimmerers. Renovierung von historischen Holzkonstruktionen, der Bau von Brücken und frei tragenden Holzkonstruktionen im Hallenbau sind ebenfalls Sache des Zimmerers. Der Beruf des Zimmermanns kreist außerdem um Themen wie Brandschutz und die Isolierung von Lärm, Feuchtigkeit und Kälte. Folglich kennt sich der Zimmerer mit Dämmstoffen und Brandschutzanstrichen aus. Wenig bekannt ist, dass Zimmerer auch im Tiefbau tätig sind. Hier stellen sie Schalungen für Betongüsse, Gerüste, Absperrungen und Einfriedungen her.


Tradition


Der Beruf Zimmermann ist traditionell ein Handwerksberuf mit dreijähriger Lehrzeit, aber auch eine schulische Ausbildung ist möglich. Wer den Ausbildungsweg als Lehrling beschreitet, bemerkt vermutlich rasch, dass er oder sie einen der wenigen Handwerksberufe gewählt hat, in denen die Tradition gepflegt wird. In vielen Teilen Deutschlands wird immer noch das Richtfest gefeiert, jenes Fest, das mit der Fertigstellung des Dachstuhls anfällt und auf Kosten des Bauherrn dessen Familie, Bekannte und Nachbarn, aber vor allem die Zimmerermannschaft, mit Schnaps, Bier und einem fröhlichen Beisammensein ehrt. Zu diesem Ereignis wird der Richtkranz an den Firstbalken gehängt. Wundere sich niemand, wenn sich dort die Handwerker mit Schlaghosen, Weste und Zunfthut einfinden. Viele Zimmerer tragen auch heute noch stolz die typische Berufskleidung. Für Uneingeweihte nicht erkennbare Insignien, etwa eine Uhrkette oder ein Hutband, deuten auf die Loge hin, der der Träger derselben angehört und weisen unter Umständen sogar nach, wie lange und wohin er in seinen Lehr- und Gesellenjahren gewandert ist. Mit viel Glück kann man auch heute noch im Restaurant Zimmersleute auf Wanderschaft erleben, die im Austausch für ein Gedicht oder Lied um eine bescheidene Mahlzeit und ein Getränk bitten. Zimmermänner mit Wandererfahrung berichten, dass zünftige Zimmermänner in Deutschland, der Schweiz und Österreich gern in Lohn genommen werden und keine Schwierigkeiten haben, sich auf der Wanderschaft mit Brot und Bett zu versorgen. Sie sind eben geschätzt, weil in ihrer Materie bewandert, die Zimmersleute.

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