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Deutsche Gehälter im Auslandsvergleich


Die Statistik zum Nettoeinkommen in Deutschland ist eindeutig: Die Gehälter sind in den vergangenen Jahren größtenteils nur leicht gestiegen. Damit ist Deutschland im Vergleich zu anderen Staaten bei der Lohnentwicklung auf den hinteren Plätzen.


Lohnzurückhaltung in Deutschland


Die Entwicklung der Nettoeinkommen hängt von zwei Faktoren ab: Zum einen ist wichtig, was Arbeitgeber ihren Beschäftigten zahlen. Zum anderen ist die Höhe von Steuern und Sozialabgaben zu berücksichtigen. Für Deutschland muss festgestellt werden, dass die Belastung durch die Lohnsteuer und Sozialversicherungsbeiträge in den vergangenen Jahren fast konstant geblieben ist. Zwar gab es zum Beispiel in der Krankenversicherung Erhöhungen, dafür konnten sich Beschäftigte aber auch über Steuerentlastungen freuen. Der geringe Anstieg der Nettogehälter liegt in der Entwicklung der Bruttolöhne begründet. Diese ist unter anderem damit zu erklären, dass Gewerkschaften in Deutschland mit deutlich mäßigeren Lohnforderungen bei Tarifverhandlungen als beispielsweise in Frankreich aufgetreten sind. Zudem kommt, dass immer mehr Beschäftigte gar nicht mehr unter Tarifverträge fallen. Das gilt gerade im Niedriglohnsektor, in dem in den letzten Jahren gar Lohnrückgänge zu verzeichnen sind. Ökonomisch ist die Konsequenz aus dieser Statistik zum Nettoeinkommen zwiegespalten: Lohnzurückhaltung stärkt einerseits die Exportbranche, die dadurch international konkurrenzfähiger wird. Andererseits leidet dadurch aber die Binnenkonjunktur. Wenn Arbeitnehmer inflationsbereinigt weniger Geld in der Tasche haben, kaufen sie auch weniger Produkte.


Vergleich mit anderen EU-Staaten


Im Vergleich zu anderen EU-Staaten befindet sich Deutschland bei der Statistik zum Nettoeinkommen auf den hinteren Rängen, wenn man die Entwicklung der Gehälter zum Maßstab nimmt. Ein weiteres wichtiges Kriterium bei einer Statistik zum Nettoeinkommen ist die Einkommensverteilung. In der Kategorie Armutsgefährdung befindet sich Deutschland in etwa im EU-Durchschnitt. Das Gleiche gilt für die Kategorie Einkommensgerechtigkeit, in welcher das Durchschnittseinkommen des unteren Fünftels mit dem des oberen Fünften verglichen wird.


Einkommensstatistik als Entscheidungshilfe?


Wer auf der Suche nach einer Arbeitsstelle ist und auch einen Umzug ins Ausland in Betracht zieht, orientiert sich meist auch an den dort gezahlten Löhnen. Allerdings ist dabei zu beachten, dass die Nettosummen alleine eine schlechte Entscheidungsgrundlage ist. Man muss sie nämlich mit den jeweiligen Lebenshaltungskosten ins Verhältnis setzen. So sind die Gehälter im Nicht-EU-Staat Schweiz zwar wesentlich höher als in Deutschland: Dieser Vorteil relativiert sich aber, wenn die deutlich höheren Lebenshaltungskosten in die Rechnung miteinbezogen werden.

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