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Gehaltsfrage

Das Gehalt den Marktwert richtig einzuschätzen fällt vielen Bewerbern schwer

Die Höhe der Gehaltsvorstellung in der Bewerbung angeben

Wird die Angabe der Gehaltsvorstellung in einer Stellenanzeige gewünscht, sollte diese auch genannt werden

Es besteht sonst die Gefahr, dass die Bewerbung wegen fehlender Angaben bereits frühzeitig aussortiert wird. Wird die Angabe der Gehaltsvorstellung in der Stellenanzeige nicht ausdrücklich gewünscht, können Sie entscheiden, ob Sie diese nennen möchten oder nicht.

Fallbeispiel 1:
Silke P. ist Vorstandsassistentin in einem großen Konzern mit einem vergleichsweise hohen Jahresgehalt von 60.000,- Euro. Sie möchte sich beruflich verändern, ist aber nicht bereit, bei einem neuen Arbeitgeber Gehaltseinbußen hinzunehmen. In diesem Fall ist es sinnvoll, das Jahresgehalt in der Bewerbung zu nennen, so dass der mögliche neue Arbeitgeber sofort erkennen kann, ob der Gehaltsrahmen passt.

Fallbeispiel 2:
Aufgrund der schlechten Ertragslage hat es im Unternehmen von Software-Entwickler Werner P. in den letzten Jahren nur geringfügige Gehaltsanpassungen gegeben. Sein derzeitiges Gehalt liegt daher deutlich unter dem marktüblich gezahlten Gehalt. In diesem Fall kann es sinnvoll sein, in der Bewerbung zunächst
keine Gehaltsvorstellung zu nennen, um sich nicht unter Wert zu verkaufen.  

Faustformel
Bei Arbeitnehmern, die sich aus einem bestehenden Arbeitsverhältnis heraus bewerben, ist davon auszugehen, dass diese sich durch die neue Aufgabe auch finanziell verbessern möchten. In diesem Fall können Sie als Faustformel
10 – 20 % mehr als das derzeitige Einkommen in der Bewerbung als Gehaltsvorstellung angeben. Nennen Sie dabei das jährliche Bruttogehalt. So könnte eine passende Formulierung aussehen: Meine Gehaltsvorstellung liegt bei einem jährlichen Bruttogehalt in Höhe von xx.xxx,-  Euro.

Schwierig wird die Angabe einer Gehaltsvorstellung zum Beispiel bei Berufseinsteigern oder nach einer Familienpause. Hier helfen Recherchen im Internet