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Fischwirt/in

Fischhaltung und Fischzucht, Kleine Hochsee- und Küstenfischerei Seen- und Flußfischerei


Fischhaltung und Fischzucht

Die Fischwirtschaft umfasst die Bewirtschaftung und Erzeugung von Fischen und zum Teil auch deren Veredelung. Fischwirte/-innen des Schwerpunktes Fischhaltung und Fischzucht züchten planmäßig Fische, vor allem Forellen, Karpfen und Schleien, und tragen so zur gesunden menschlichen Ernährung bei. Zu den allgemeinen Aufgaben gehören Haltung und Vermehrung von Fischen ebenso wie Pflege und Instandhaltung von Teichanlagen. Außerdem kommt dem Schutz und der Gestaltung der Umwelt und Gewässer als Lebensgrundlage und Qualitätserhaltung von Fischen und Fischerzeugnissen eine besondere Bedeutung zu. Sie vermarkten ihre Produkte und Erzeugnisse und halten die notwendigen Maschinen und Geräte in Stand.

Tätigkeitsbezeichnungen Auch übliche Berufsbezeichnungen/Synonyme:
Fischhalter/in
Fischzüchter/in
Teichbauer/Teichbäuerin
Teichwirt/in
Vorläuferberuf, dessen Ausbildungsregelungen aufgehoben wurden:
Fischer/in (Fischzüchter)
(Ausbildungsberuf 1957-1972)
Abweichende Berufsbezeichnung der ehemaligen DDR:
Binnenfischer/in
Berufsbezeichnungen in englischer Sprache:
Fishfarmer (m/f)
Pisciculturist (m/f)

 

Berufsbezeichnungen in französischer Sprache:
Aquaculteur/Aquacultrice - pisciculture
Pisciculteur/Piscicultrice


Tätigkeitsbeschreibung
Viele Fischarten werden in künstlich angelegten Teichen gehalten. Fischwirte und Fischwirtinnen des Schwerpunktes Fischhaltung und Fischzucht sorgen durch richtiges Füttern, Abwehren von Fischfeinden sowie Teichpflege und -düngung für einen gesunden Fischbestand und damit für hochwertige Lebensmittel

Lebensmittel
Im Bereich Fischhaltung und Fischzucht sind vor allem die Teichwirtschaft und die modernen Fischproduktionsmethoden zusammengefasst. Man nennt die gesamte konzentrierte und kontrollierte Produktion von Wasserorganismen auch Aquakultur. Die herkömmliche Teichwirtschaft befasst sich mit der Haltung und Vermehrung von Fischen in künstlich angelegten, ablassbaren, bodengebundenen Teichen. Vor allem werden Regenbogenforellen oder Karpfen, aber auch Bachforellen, Saiblinge, Schleien, Goldorfen, Hechte, Zander

Tiere / Pflanzen und andere Arten gehalten. In der Fischzucht geht es darum, die Fischbestände unter gezielter Berücksichtigung erblicher Anlagen der Laichfische planmäßig zu vermehrenanbauen / ernten / hegen / züchten. Dabei wollen die Fischwirte und Fischwirtinnen erreichen, dass die Eigenschaften der Fische hinsichtlich der Wirtschaftlichkeit (größere gesundheitliche Widerstandsfähigkeit, Verbesserung der Geschmackskomponenten und der Konsistenz des Fleisches) verbessert werden. Seit der Einführung neu entwickelter Fischproduktionsmethoden bedienen sich Fischwirte und Fischwirtinnen der unterschiedlichsten Wasserbehälter aus Beton, Metall oder Kunststoff; das können zum Beispiel Hochbehälter, überdachte Flachbecken oder auch in der Luft-an Eisengerüsten-hängende Teiche und Silos aus Folie sein. Dabei wird das Wasser stehend, durchfließend oder im Kreislauf umgewälzt genutzt und oft physikalisch, chemisch und biologisch aufbereitet. In diesen Anlagen werden vor allem Forellen, aber auch Aale, Karpfen und probeweise mehrere nichtheimische Warmwasserfischarten gehalten. Außer Haltung und Vermehrung wird besonderes bei Forellen, Karpfen und Schleien auch eine planmäßige Zucht durchgeführt. Dabei findet die Vermehrung unter gezielter Berücksichtigung erblicher Anlagen der Elterntiere statt. Von Betrieb zu Betrieb wechseln die Tätigkeiten und Schwerpunkte erheblich. Im technisch-handwerklichen Bereich beschäftigen sich Fischwirte und Fischwirtinnen mit der Boden- und Gewässerbearbeitung, mit Teichbau und -erhaltung und mit Wartung und Instandhaltung von Material (Kunststoff, Holz, Metall) ebenso wie mit Netz-, Geräte- und Maschinenpflege. Im biologisch-technischen Bereich reichen die Tätigkeiten von der Gewinnung der Geschlechtsprodukte, der Befruchtung, Erbrütung, Aufzucht, Mast und Fütterung mit Futterverarbeitung über die Algen-, Unkraut-, Schädlings- und Krankheitsbekämpfung bis zur Gewässer- und Naturerhaltung und -gestaltung. Hinzu kommen der Lebendtransport und das Einbringen von Besatz (Jungtieren) in andere Gewässer sowie die Vermarktung der Produktion. Auch die Verarbeitung und Veredelung zum Beispiel bis zum Filet, Räucherfisch oder gar (Forellen-)Kaviar sowie Bedienung und Beratung von Kunden spielen eine Rolle.

 

Viele Betriebe sind nach wie vor kleine, überschaubare Familienbetriebe. Überwiegend arbeiten Fischwirte und Fischwirtinnen in der freien Natur

im Freien: Außenanlagen / natürl. Umgebung , aber vor allem bei Intensivhaltungen auch in Hallen oder Großräumen mit entsprechendem Maschinenlärm. Oft arbeiten die Fischwirte und Fischwirtinnen-auch im Winter-in ungeheizten Räumen, beispielsweise in Bruthäusern oder in Fischschlachträumen und in Kühlräumen. Für Überwachung und Fütterung müssen auch an Wochenenden und Feiertagen Fachkräfte bereitstehen. Je nach Ausrichtung des Betriebes, etwa in der Karpfenzucht, ist der Arbeitsanfall in den Hauptwintermonaten geringer.

Aufgaben und Tätigkeiten

 

 

  • Durchführen einer planmäßigen Zucht, Haltung und Vermehrung von Fischen, insbesondere von Forellen, Karpfen und Schleien
     

  • Erbliche Anlagen der Laichfische gezielt berücksichtigen, Fische entsprechend selektieren

  • Geschlechtsprodukte gewinnen oder kaufen

  • Befruchtung, Erbrütung und Brutproduktion überwachen

  • Abwachsergebnisse kontrollieren

  • Fressfähige Brut zu Besatzfischen aufziehen

  • Besatzfische zu schlachtreifen Speisefischen aufziehen

  • Fische füttern

  • Fischverhalten beobachten, Maßnahmen zur Krankheitsvorsorge ergreifen bzw. zur Krankeitsbehandlung durchführen

  • Aufzuchtergebnisse kontrollieren

  • Vermarktung

  • Fische in Hälterbecken umsetzen
     

  • Fische aus der Hälterung entnehmen, in entsprechende Behälter verpacken, für die erforderliche Sauerstoffzufuhr sorgen und versenden bzw. transportieren oder für die Abholung durch Kunden vorbereiten
     

  • Erzeugnisse verkaufen, je nach Betriebsart z.B. Fischeier/Milch, Brut, Besatzfische, abgemästete Speisefische, Köderfische, Zierfische, Angelfische
     

  • Veredelung

  • Fische vor der Weiterverarbeitung hältern

  • Speisefische schlachten, ausnehmen, filetieren und portionieren

  • Fische durch Räuchern, Frosten und andere Methoden weiter verarbeiten, eventuell auch Vakuum verpacken

  • Pflege und Instandhaltung der Anlagen
     

  • Wasserversorgung überwachen, Wasserqualität prüfen, Maßnahmen zur Verbesserung der Wasserqualität durchführen (z.B. durch Sauerstoffzufuhr)
     

  • Teichanlagen bzw. Becken, Silos, Hälterungen pflegen und zum Teil auch reparieren

  • Landschaftspflegerische Tätigkeiten ausführen, z.B. Ufer befestigen, begrünen, Dämme und Ufer abmähen

 



Kleine Hochsee- und Küstenfischerei

Damit der Fang von Seefischen, Krabben und Muscheln in Nord- und Ostsee gelingt, müssen sich Fischwirte und Fischwirtinnen im Schwerpunkt Kleine Hochsee- und Küstenfischerei mit hoch spezialisierten Fanggeräten auskennen, etwa mit Angeln, Leinen, Reusen, den unterschiedlichsten Arten von Netzen und nicht zuletzt den Fischen selbst. Gleichzeitig verfügen sie auch über Kenntnisse in Navigation und Wetterkunde und sind mit den schifffahrtspolizeilichen Vorschriften vertraut.

Zu ihren Aufgaben gehört es unter anderem, die für den Schiffsbetrieb, die Fangverarbeitung und die Schiffssicherheit notwendigen Maschinen, Geräte und Anlagen zu bedienen, zu warten und zu reparieren. Darüber hinaus verarbeiten und vermarkten sie die von ihnen gefangenen Fische und daraus erzeugten Fischprodukte.

Tätigkeitsbeschreibung
Fischwirte und Fischwirtinnen im Schwerpunkt Kleine Hochsee- und Küstenfischerei fangen Fische und Schalentiere in Küstengewässern - eine Aufgabe, die neben fangtechnischen Fertigkeiten auch Kenntnisse in seemännischen Tätigkeiten verlangt. Dabei bemühen sie sich darum, die Umwelt und insbesondere die Gewässer als Lebensgrundlage für die Fische zu schützen und möglichst artgerecht zu gestalten.

Zu ihrem Arbeitsalltag gehört es, die unterschiedlichsten Fanggeräte zu handhaben und gegebenenfalls zu reparieren oder selbst herzustellen. Darüber hinaus rüsten sie die Fangfahrzeuge für eintägige bis mehrwöchige Fangreisen aus. Anschließend verarbeiten sie den Fang qualitätsgerecht, meist sogar direkt auf dem Schiff

transportieren / lagern / verpacken. Fischwirte und Fischwirtinnen im Schwerpunkt Kleine Hochsee- und Küstenfischerei bedienen alle Maschinen, Geräte und Anlagen, die für den SchiffsbetriebFahrzeuge / Transportmittel , die Fangverarbeitung und die Schiffssicherheit erforderlich sind. Außerdem sind sie für die Reinigung und Instandhaltung des Schiffes, der Räume und des Zubehörs verantwortlich. Auch mit seemännischen Tätigkeiten, etwa auf den Gebieten Navigation, der Seemannschaft, des Schifffahrtsrechts, dem Funksprechwesen, der Schiffsbetriebstechnik sowie den Maßnahmen der ersten Hilfe sind sie vertraut.

 

Der hauptsächliche Arbeitsort im Schwerpunkt Kleine Hochsee- und Küstenfischerei ist das Fischereifahrzeug

Fahrzeug / Transportmittel. Das sind Fischkutter in der Größe von 10 bis 30 m Länge. Meist besteht die Kutterbesatzung nur aus zwei bis vier Fischern bzw. Fischerinnen, gegebenenfalls zusätzlich aus einem oder einer Auszubildenden. Die Betriebsinhaber/innen, die vielfach auch die Schiffseigner/innen sind, arbeiten in der Regel ständig als Schiffsführer/in und verantwortliche/r Fischer/in mit.

Die Tätigkeiten und eingesetzten Fanggeräte

Maschinen / Werkzeuge sind je nach Schiffstyp, Fanggebiet und Fangobjekt sehr vielfältig und spezialisiert. Grundsätzlich unterscheidet man die Betriebszweige Frischfischfischerei (Konsumfischerei), Krabbenfischerei, Muschelfischerei und Spezialfischerei. Frischfischfischerei findet in der Küstenfischerei vor der Küste oder den Flussmündungen und in der Kleinen Hochseefischerei in der Ost- und Nordsee bis zum 63. nördlichen Breitengrad statt. Die Krabbenfischerei wird nur in der Nordsee in Küstennähe betrieben, die Muschelfischerei in den Wattengebieten der Nordsee. Spezialfischerei ist die Fischerei auf Herzmuscheln, Wellhornschnecken und Kaisergranat (Krebs) im Meeresgebiet der Europäischen Union, auf Lachs in der Ostsee und auf Aal mit Großreusen (Bundgarnen) in der Ostsee in Küstennähe. In der Kleinen Hochsee- und Küstenfischerei haben die Fischwirte und Fischwirtinnen sehr unregelmäßige Arbeitszeiten, die von äußeren Faktoren wie Wetterlage, Ebbe und Flut, Fischvorkommen und Absatzmöglichkeiten bestimmt werden. Üblich sind außerdem mehrtägige oder mehrwöchige Fangreisen; Tagesreisen kommen nur in der unmittelbaren Küstenfischerei vor. Wegen der häufigen Abwesenheit vom Heimathafen und weil die Berufsausübung nur an Bord von Schiffenim Freien: Außenanlagen / natürl. Umgebung  möglich ist, die in den Häfen an der Nord- und Ostseeküste der Bundesrepublik beheimatet sind, müssen Fischwirte und Fischwirtinnen im Schwerpunkt Kleine Hochsee- und Küstenfischerei äußerst mobil sein.

 

Unbedingt erforderlich ist die Seediensttauglichkeit; weiterhin müssen Erstanmusternde gemäß der Schiffsbesetzungs-Verordnung einen Sicherheitslehrgang absolviert haben.

Aufgaben und Tätigkeiten

 

  • Fangen der Fische in den Fangbereichen der Kleinen Hochsee- und Küstenfischerei

  • Fanggeräte wie Reusen, Stellnetze, Hamen vorbereiten, ausbringen bzw. stellen

  • Zug- und Treibnetze auslegen, anschließend einholen

  • Angelschnüre beködern und ausbringen, später Leinen einholen

  • Schleppnetzfischerei durchführen

  • Weiterbehandeln des Fanges an Bord

  • Fische nach Art und Größe sortieren, töten, ausnehmen, säubern und kühlen

  • Lebende Fische in Fischkisten bzw. Hälterungen aufheben

  • Sortierte Krabben unmittelbar nach dem Fang an Bord kochen

  • Ausführen seemännischer Arbeiten

  • Boote vorbereiten, bei Fahrt handhaben

  • Ankermanöver ausführen, Schiffe unter Berücksichtigung von Strömungsverhältnissen, Tidenhub usw. im Hafen festmachen

  • Schiffe richtig trimmen, Leckagen abdichten, Lenzpumpen einsetzen

  • Seenotsignale erkennen

  • Löschen des Fanges im Hafen

  • Fischkisten von Hand oder per Löschgeschirr heraus hieven

  • Beim Verladen und Transportieren innerhalb des Fischereihafens mithelfen

  • Veredelung und Vermarktung der Fische an Land

  • Teilweise beim Einzelverkauf vom Kutter aus mitwirken

  • Fische töten, schlachten, ausnehmen, säubern, teilweise filetieren und küchenfertig vorbereiten

  • Räuchervorgang vorbereiten und überwachen

  • Fische zur Konservierung kühlen und frosten, seltener auch marinieren, kochen oder braten

  • Fisch und Fischerzeugnisse verladen und transportieren

  • Verträge mit Abnehmern bzw. Vermarktungsgesellschaften abschließen

  • Materialpflege und -ergänzung

  • Boote, Netze, Reusen und technische Geräte reinigen, ausbessern bzw. reparieren

  • Bei mehrtägigen Reisen Mannschaft mit Speisen und Getränken versorgen

Seen- und Flußfischerei

Fischwirte und Fischwirtinnen im Schwerpunkt Seen- und Flussfischerei setzen Fischbrut aus, hegen sie und schätzen deren Nutzungs- und Ertragswert ein. Diese Werte verbessern sie durch geeignete Maßnahmen, z.B. durch verbesserte Fangmethoden oder durch den planmäßigen Fang bestimmter Fischarten.

Darüber hinaus gehört es zu ihren Aufgaben, die Seen, Flüsse und Ufer zu pflegen. Damit leisten sie einen wichtigen Beitrag zum Schutz und zur Gestaltung der Umwelt, insbesondere der Gewässer. So gewährleisten sie nicht nur eine besonders gute Qualität der Fische und Fischerzeugnisse, sondern schaffen auch einen Erholungsraum für den Menschen. Fischwirte und Fischwirtinnen im Schwerpunkt Fischhaltung und Fischzucht vermarkten ihre Produkte und Erzeugnisse und warten die bei ihrer Arbeit benötigten Maschinen und Geräte.

Tätigkeitsbeschreibung
Aufgabe von Fischwirten und Fischwirtinnen im Schwerpunkt Seen- und Flussfischerei ist es, Seen und Flüsse zu bewirtschaften, für einen gesunden Fischbestand zu sorgen sowie die Fische zum Teil zu veredeln. Dabei bemühen sie sich darum, die Umwelt und insbesondere die Gewässer als Lebensgrundlage für die Fische zu schützen und möglichst artgerecht zu gestalten.

Mit ständig verbesserten und immer vollkommeneren Fangmethoden fangen Fischwirte und Fischwirtinnen im Schwerpunkt Seen- und Flussfischerei die Fische

Tiere / Pflanzen nach Plan in Seen, Talsperren, Baggerseen und ähnlichen stehenden Gewässern (Seenfischerei) oder in Flüssen, Bächen, Altarmen, Kanälen, Stau- und Rückhaltebecken und anderen fließenden Gewässern (Flussfischerei). Darüber hinaus pflegen sie die Gewässer und Ufer. In Seenbetrieben kann auch die winterliche Rohernte zu ihren Aufgaben gehören, wobei die Auflagen in Naturschutzgebieten besonders beachtet werden müssen.

 

Durch die Auswirkungen der Industrialisierung - insbesondere durch Abwässer und den Ausbau von Fließgewässern - sowie durch die Freizeitwelle ist der Wirkungskreis der Fischwirte und Fischwirtinnen im Schwerpunkt Seen- und Flussfischerei erheblich eingeschränkt worden. Zahlreiche Betriebe widmen sich daher nebenbei auch der Fischhaltung oder sind mit einem anderen Erwerb gekoppelt, beispielsweise einer Gastwirtschaft oder einer Landwirtschaft, dem Lebensmittelhandel einschließlich dem Fischhandel, einem Campingplatz oder auch einem Bootsverleih. Viele Fischereien sind gepachtet. Sie werden vorwiegend von einer Familie ohne Fremdarbeitskräfte bewirtschaftet, und meist arbeiten Fischwirte und Fischwirtinnen im Schwerpunkt Seen- und Flussfischerei in einer Kleingruppe von zwei Personen.

Sie müssen, trotz zunehmender Mechanisierung vieler Vorgänge, körperlich leistungsfähig und auch zu Nachtzeiten und bei schlechtem Wetter einsatzbereit sein.

 

Da sie ganzjährig im Freien im Freien: Außenanlagen / natürl. Umgebung tätig sind, sind sie damit allen Witterungseinflüssen ausgesetzt. Sie arbeiten teilweise an Wochenenden und Feiertagen sowie zu unterschiedlichen Tageszeiten, oft morgens sehr früh und abends sehr spät. Fischwirte und Fischwirtinnen im Schwerpunkt Seen- und Flussfischerei gehen mit WasserfahrzeugenFahrzeug / Transportmittel und Motoren um, die sie auch warten und reparieren müssen. Andere Geräte, besonders Netze, sind oft selbst anzufertigen und auszubessern. Ständig beobachten sie die Natur, denn Wetter-, Wasserstands- und Strömungsentwicklungen sind ebenso wichtig wie die Fischwanderung und das Verhalten der Bestände. Das Zurückdrängen minderwertiger Massenfische und die Förderung wertvoller Konsumfischarten erfordern die fachmännische Verwendung verschiedenartiger FanggeräteMaschinen / Werkzeuge , vom Angelhaken über die Elektrofischerei bis zum Scherbretthamen mit 40 Meter Flügelöffnung oder mehrere hundert Meter lange Stell- und Zugnetze.
Da die natürliche Nachzucht mancher Fischarten teilweise nicht mehr gewährleistet ist, setzen Fischwirte und -wirtinnen im Schwerpunkt Seen- und Flussfischerei auch künstlich erbrütete Fischbrut oder Jungfische in die Seen und Flüsse ein. Andererseits fangen sie überzähligen Fischbesatz heraus. Zur Bewirtschaftung gehören der Lebendtransport und die Verwahrung der Fische in so genannten Hälterungen ebenso wie Maßnahmen, die bei einer Verschmutzung der Umwelt getroffen werden müssen oder die der Erhaltung und Verbesserung von Laichmöglichkeiten dienen.

Fischwirte und -wirtinnen im Schwerpunkt Seen- und Flussfischerei versorgen den Markt mit fangfrischem, oft küchenfertig zubereitetem Fisch. Während der in vielen Betrieben stattfindenden Winterruhe pflegen und ergänzen sie das Material, zum Beispiel Boote

Fahrzeuge / Transportmittel oder Fanggeräte wie Netze und Reusen.
(zum Seitenanfang)

Aufgaben und Tätigkeiten

 

  • Fischfang durch stille oder bewegte Fischerei

  • Boote vorbereiten, bei Fahrt handhaben

  • Fanggeräte wie Reusen, Stellnetze, Hamen vorbereiten, ausbringen bzw. stellen

  • Zug- und Treibnetze auslegen, anschließend einholen

  • Angelschnüre beködern und ausbringen, später Leinen einholen

  • Schleppnetzfischerei durchführen

  • Lebende Fische in Hälterungen verbringen

  • Veredelung und Vermarktung der Fische

  • Fische töten, schlachten, ausnehmen, säubern, teilweise filetieren und küchenfertig vorbereiten

  • Räuchervorgang vorbereiten und überwachen

  • Fische zur Konservierung kühlen und frosten, seltener auch marinieren, kochen oder braten

  • Fisch und Fischerzeugnisse verladen und transportieren

  • Gewässerbewirtschaftung und Bestandspflege

  • Besatzfische für andere Gewässer fangen

  • Laichfische fangen, Geschlechtsprodukte abstreifen und zusammenführen

  • Fischbrut künstlich erbrüten, bis zur Fress- und Schwimmfähigkeit pflegen

  • Künstlich gezogene Brut und Besatzfische in Gewässer einsetzen

  • Weißfische zur Bestandsregulierung abfischen, damit der Lebens- und Nahrungsraum der wertvolleren Edelfische nicht eingeengt wird

  • Reet schneiden, aufbereiten, bündeln und lagern

  • Materialpflege und -ergänzung

  • Boote, Netze, Reusen und technische Geräte reinigen, ausbessern bzw. reparieren

  • Fanggeräte bauen